Magische Orte: Wörlitzer Park

Eingeweihten und Fans ist das schon ewig klar. Der Park in Wörlitz (Englischer Garten) ist immer und zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Bei mir persönlich liegt der Park in bequemer Erreichbarkeit mit dem Fahrrad, sodass ich sehr oft dort bin. Viele meiner Fotos sind im Park entstanden.

Dessau im Reiseführer für Mitteldeutschland

Wörlitzer Park gehört zu Magischen Orten

24.02.2016 21:14 Uhr
Von Ute König
Dessaus Wörlitzer Park ist in Peter Traubs Reiseführer für Mitteldeutschland.

Der Wörlitzer Park gehört zu den „Magischen Orten in Mitteldeutschland“. So sieht das der Autor und Fotograf Peter Traub, der „den verwirklichten Traum“ des Fürsten Franz in seinem gleichnamigen Reiseführer aufgenommen hat und darin zu vielen weiteren Sagen, Mythen und Altertümer in Sachsen-Anhalt führt.

Peter Traub schlägt fünf Routen durch ganz Mitteldeutschland vor. Sie führen in Städte, Flussniederungen, Parks, Burgen und vielen anderen Orten zwischen Harz und Dessau, Altmark und Kyffhäuser. Wer sie wie beschrieben erkunden möchte, sollte allerdings motorisiert sein, da Traub nicht unbedingt Benachbartes verbindet. Oder man nutzt die anschaulichen Beschreibungen für ganz eigene Ausflüge.

Wörlitz ist letzter Punkt der dritten Route, die zuvor von den Pyramiden vor Eisleben über Schloss Oberwiedstedt, den Dom und das Elbufer in Magdeburg, den Barockgarten und das Schloss Hundisburg, die Teufelsküche und Küchentannen bei Haldensleben, den Hafen von Tangermünde, die Klosterkirche Jerichow, Steckby und Lödderitz schließlich in den Wörlitzer Park führt.
Beschreibungen und Fakten

Seine Eindrücke von dort beschreibt Peter Traub schon beinahe poetisch. Ein kurzer Auszug: „Noch an trüben Novembertragen wirkt die Weite des Wörlitzer Parks auf den Geist erhellend. Im klaren Wasser eines alten Flussarms der Elbe, welcher sanft und künstlerisch zu einer Seenlandschaft geformt wurde, spiegeln sich kräftige, hochgewachsene Bäume. Ein Schwan schwimmt vorüber und wirkt wie hingezaubert neben der noch ruhenden Pflanzenwelt.“

In seine Beschreibungen packt der Autor aber auch Fakten. Der Leser erfährt in Kurzform, wie der Wörlitzer Park entstanden ist – ganz so, wie man es von einem Reiseführer erwartet. Seine Texte ergänzt Traub mit eigenen Fotos, so im Text zu Wörlitz vom Gotischen Haus und dem Pantheon.

Peter Traub studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Berlin/Theater Bautzen und am Literaturinstitut Leipzig. Im Mitteldeutschen Verlag sind von ihm bereits erschienen: „Ein Spaziergang an der Saale“ (2014), „World’s Lost Places“ (2014), „Leidenschaft und schöne Dinge. Handwerk in Sachsen-Anhalt“ (2016). (mz)

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung