Von Tabletten und Überweisungen

Wenn man älter wird, wird verschiedenes komplizierter. Wenn man dazu auch nicht mehr so ganz gesund ist, um so mehr.

Jeden Morgen schlucke ich täglich 4 Tabletten, weil der Herr Doktor das so will. Die Dinger haben ja zweifelsohne nützliche Effekte, aber eben auch einige negative. So macht mich das Zeugs beispielsweise sehr schnell müde …

Und ganz nebenbei ist es jedes mal eine logistische Herausforderung, an die Medikamente zu kommen …

Diese Woche war es wieder soweit, ich musste mir eine neue Ladung Tabletten besorgen. Also, montags zum Hausarzt um eine Überweisung zum Facharzt zu besorgen – Hausarzt nicht da.
Mittwoch ein erneuter Versuch bei Hausarzt – wieder nicht das, aber die Schwester verspricht, mir die Überweisung bis Freitagmorgen zu besorgen.
Freitagmorgen, dritter Versuch – Hausarzt wieder nicht da, Überweisung auch nicht, toll.

Aber meine Tabletten sind doch alle …
„Da müssen wir die Überweisung nachreichen, das geht schon mal.“

Also, ohne Überweisung zum Facharzt.
2 Leute vor mir dran und es dauert und dauert … Während ich mit etwas Diskretionsabstand warte, drängelt sich eine Oma vor und da ich nicht so bin, sage ich nichts … Oma wird bedient, die Schwester springt auf und ward die nächsten 10 Minuten nicht mehr gesehen. Wo sie war, keine Ahnung …
Das mit dem Rezept geht dann ganz schnell und der Herr Doktor unterschreibt auch gleich.

Nur eben, „die eine Sorte kann noch nicht alle sein, da sind noch mindestens 30 Stück drin“. Stimmt, die eine Sorte hatte ich zwischendurch mal wechseln müssen und da wird sie halt etwas später alle… Das hat aber bisher noch niemanden gestört. Toll, nun muss ich in drei Wochen noch einmal loslaufen, weil sie nicht mit aufgeschrieben wurden.

Mit dem Rezept bin ich gleich zur Apotheke und, oh Wunder, alle Medikamente waren verfügbar. Normalerweise fehlt immer eine Sorte und ich muss am nächsten Tag noch einmal hin, Glück gehabt.

Wieder zuhause, denke ich darüber nach, wie das mit dem „da müssen wir die Überweisung nachreichen“ wohl konkret gemeint war. Normalerweise, so mein erster Gedanke, hat ja der Hausarzt gepatzt und sollte dem Facharzt demzufolge die fehlende Überweisung zuschicken. Aber man kann ja nie wissen … Also, lieber noch mal nachfragen.

Wieder Glück gehabt, schon nach dem 10. Klingeln ging jemand ran – nur die Auskunft irritierte etwas. „Na um ihre Überweisung müssen sie sich schon selbst kümmern, wir können ihnen die Unterlagen ja nicht auch noch nachschicken. Wieder toll.

Also mache ich in der nächsten Woche die selbe Runde noch einmal, nur ohne Apotheke. Schei… Rezept.

3 Kommentare zu „Von Tabletten und Überweisungen

    1. Da gibt es wohl keine Alternative. Das Zeug verlangsamt den Kreislauf um das Herz zu schonen. Deswegen wird alles andere auch mit heruntergefahren. Seither gehe ich immer eher ins Bett und muss mich manchmal nachmittags mal kurz hinlegen …
      Ich sag doch, krank sein ist Kacke …

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