Sagt der Finanzminister ehrlich was er denkt?

Ruhig war es die letzte Zeit um Herrn Schäuble …

In einem Interview verkündete er letzte Woche, dass es plane, eine europaweite Zusatzsteuer auf Benzin einführen zu wollen, um damit die Kosten der Flüchtlingswelle zu finanzieren.

Nun sind ja Raucher und Autofahrer schon immer die bevorzugten Steuerspender der Bundesregierung, aber man kann ja auch alles übertreiben. Zumal man in Zeiten der horrenden Benzin- bzw. Ölpreise auch kein Mitleid mit den Autofahrern hatte. Eine Reduzierung der Mineralölsteuer kam aufgrund der angeblich knappen Staatskasse überhaupt nicht in Frage. Und die Einführung der ominösen Überwachungsstelle der Benzinpreise brachte vermutlich gar nichts – bis auf die seither ständig wechselnden Preise.

Wie auch immer, die Rügen erfolgten von allen Seiten und der Finanzminister ruderte ganz schnell wieder zurück …

Aber was bleibt? Ein bisschen Wahrheit ist ja immer drin – in solchen Vorstößen. Und bisher war es noch immer so, irgendetwas folgte. Und in irgendeiner Form wird die Regierung uns, die Steuerzahler, wieder zu Kasse bitten – weil sie es eben nicht schaffen.

Ich bin ja gespannt ob die Begeisterung der Menschen dann immer noch so groß ist, wenn es ans eigene Portemonnaie geht.

Ich zahle ordentlich meine Steuern; und zwar in einem Umfang der dann und wann schon mal körperliche Schmerzen bereitet, und damit kann der Staat wirtschaften.Wenn es dann nicht reicht, werden einfach neue Steuern erfunden …

Sich auf solch plumpe Art zusätzliche Gelder für persönliche Alleingengänge der Bundeskanzlerin beschaffen zu wollen, finde ich nicht ok.

Wenn schon extra Gelder für die Flüchtlinge eingetrieben werden müssen, so erwarte ich doch nun endlich ein geordnetes Verfahren zur Gesamtsituation, sowie einen ordentlichen Beschluss der Parlaments – dazu sind die Damen und Herren nämlich da – und dazu werden sie sehr gut (von uns) bezahlt.