ein Erfahrungsbericht

Folgenden Artikel 
lasse ich mal unkommentiert stehen ...

Scharia in Saudi-Arabien

1993 bin ich als Master eines Schiffes unter Gibraltar-Flagge mit ca 7 Tsd. Tonnen Blumenerde in Säcken, nach King Fahd Port (Janbu) in Saudi Arabien eingelaufen (die Blumenerde war für den Park von King Fahd bestimmt), dort nach Passieren des Suez-Kanals. Wie jeder Master weiß, sind die Einlaufvorschriften in Saudi Arabien betr. Alkohol, Schweinefleisch und Porno (ein weiblicher Busenansatz ist Porno) weltweit einmalig. Dementsprechend waren auch meine Vorbereitungen.

Die Einklarierung des Schiffes mit Mullas usw., die Versiegelung der Tiefkühlräume wegen des Schweinefleischs, Versiegelung der Funkanlage usw. usw. erfolgte problemlos. Nach 7 Tagen war die Ladung gelöscht (nicht von Saudis, sondern Pakistanis und Indern, in den Laderäumen waren weit über 50°C). Bei der Ausklarierung gab es Probleme.

Statt der 3466 Flaschen Bier bei der Einklarierung konnten nur 3460 Fl. gezählt werden. Es fehlten auch nach mehrmaligem Zählen 6 Flaschen Bier. Ich wurde verhaftet und in einen Gittercontainer in der Sonne zur Schau gestellt. Ein Scharia-Gericht verurteilte mich am nächsten Tag zu 60 Peitschenschläge auf dem Marktplatz (dies bedeutet ohne Nierenschutz den Tod). Dies konnte durch mehrere Botschaften verhindert werden, weil meine Staatszugehörigkeit von den Mullas nicht eindeutig geklärt werden konnte (ich besitze außer der deutschen noch eine andere).

Zwei Tage später verließ ich mit nicht nachvollziehbarer Erleichterung Saudi Arabien. Ich bin niemals wieder mit einem Schiff dahin gefahren. Alle zivilisierten Staaten sollten sich weigern, mit Ländern, in denen die Scharia praktiziert wird, irgendeinen Kontakt zu unterhalten.

J.M.K., per Email

Quelle: http://zeltmacher.eu – WordPress