Internationale Weihnachtsbräuche

Dieser Artikel stammt bereits vom Dezember 2011, aber ich wollte ihn gern noch einmal neu einstellen.

Amerika

„Happy X-Mas“ in den USA: Das X steht für den ersten Buchstaben im griechischen Wort für Christus. In der Heiligen Nacht kommt Santa Claus in seinem Schlitten, der von seinen Rentieren Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Donder, Blitzen, Cupid, Comet und Rudolph gezogen wird. Er klettert durch den Kamin und füllt „Christmas-Stockings“ lange Strümpfe, die die Familie am Kamin aufgehängt hat.

Australien

„Merry Christmas“ in Australien: Den Heiligen Abend feiern die Australier im Hochsommer bei 35 Grad plus mit Putenbraten und Plumpudding. Am ersten Weihnachtsfeiertag geht es zum Picknick an den Pool oder an den Strand. In der Nacht zuvor kommt Santa Claus durch den Schornstein und legt seine Geschenke unter einen Plastik-Tannenbaum.

Baskenland

„Zorionak eta Urte Berri On!“ im Baskenland: Im Baskenland bringt der Olentzero am Abend des 24. Dezember die Weihnachtsgeschenke. Olentzer ist der Legende nach ein Köhler, der nur zur Weihnachtszeit seinen Meiler in den Bergen verlässt. Guten Kindern bringt er schöne Geschenke, böse Kinder bekommen im Baskenland nicht die Rute sondern ein Stück Kohle.

Dänemark

„Glaedeligi Jul“ in Dänemark: Kleine Wichtel mit roten Zipfelmützen bringen in der Heiligen Nacht die Geschenke. Die Jul-Nissen unterstützen so Julemand. Den Nissen stellt man eine große Schüssel Grießbrei auf den Dachboden oder vor die Tür, damit sie auch im nächsten Jahr den Weg ins Haus finden. Zum Weihnachtsessen gehört eine Weihnachtsgrütze, in der eine Mandel versteckt ist. Wer die findet, hat im nächsten Jahr Glück.

England

„Merry Christmas“ in England: In England bringt der Mistelzweig Glück. Wer darunter steht, darf ungefragt von Jedermann geküsst werden. An Heiligabend wird mit Truthahn und Plumpudding getafelt, dann werden riesige, selbst gestrickte Strümpfe (Christmas-Stockings) aufgehängt. In der Nacht ziehen Rentiere Father Christmas in seinem Schlitten von Dach zu Dach. Father Christmas kommt durch den Kamin und verteilt seine Weihnachtsgeschenke in die Strümpfe. Jungen, die ihre Strümpfe nicht selber gestrickt haben, finden nur eine Rute.

Griechenland

„Kala Christougenna“ in Griechenland: Auch die Griechen feiern die Heilige Nacht, Geschenke gibt es aber erst im Namen des Heiligen Vissilius am 1. Januar. Und dazu einen Hefekuchen „Vassilopita“, in dem eine Münze eingebacken ist. Wer die auf seinem Teller findet, hat das ganze nächste Jahr Glück.

Island

„Gledhilig jol“ in Island: In Island bringen die Jölasveinar (dreizehn wilde Kerle von den Bergen) die Weihnachtsgeschenke. Vom 12. Dezember bis zum. Heiligabend treiben sie ihren Schabernack mit den Menschen. Täglich tat einer der Dreizehn seinen großen Auftritt. Bis zum Dreikönigstag verschwindet wieder einer nach dem anderen. Zu den Hausgenossen der Wilden Kerle gehört Jölaköttur (die Weihnachtskatze), die faule Leute frisst, die nicht alle Wolle vom Herbst gesponnen haben.

Italien

„Buon Natale“ in Italien: In Italien steht statt des Tannenbaums die Krippe mit dem II Bambinello Gesu in der Stube. Am Weihnachtsmorgen (25. Dezember) finden die Kinder ihre Geschenke vor der Tür. Immer öfter aber bringt auch Babbo Natale die Weihnachtsgeschenke.

Spanien – Katalonien

„Bon Nadal“ in Katalonien: Im Norden Spaniens rund um Barcelona bringen wie in ganz Spanien die Heiligen Drei Könige am 6. Januar die Geschenke. Aber Tradition hat auch der Tio de Nadal, der Weihnachtsklotz. Der Holzklotz (eigentlich ein mit Geschenken gefüllter Korb), wird an Heiligabend mit einem Tuch verdeckt. Dann wird mit Stöcken darauf eingeschlagen, damit der die Geschenke hergibt. In der Krippe liegt Caganers, der kleine aus Holz geschnitzte Hosenscheißer mit roter Zipfelmütze und heruntergelassenen Hosen.

Schweden

„God Jul“ in Schweden: Seit uralten Zeiten gehört der Julbock (Weihnachtsbock) in Schweden zur Weihnachtszeit. Versprach der Ziegenbock doch die von den Göttern gegebene Fruchtbarkeit. Bis ins 19. Jahrhundert hinein brachte der Julbock die Weihnachtsgeschenke. Heute ist dafür Jultomte, der Weihnachtsmann zuständig. Aber aus Stroh geflochten ist der Julbock bis heute am Heiligen Abend in schwedischen Weihnachtsstuben zu finden. Was zu Weihnachten in Schweden auf keinen Fall fehlen darf, ist der Glögg, ein Glühwein mit Madeln und Beeren.

Frankreich

„Joyeux Noel“ in Frankreich: Der Réveillon ist ein großes Festmahl am Heiligenabend mit der traditionellen bûche de Noël (Weihnachtstorte). In der Nacht kommt Pere Noel durch den Schornstein und legt seine Gaben in die bereitgestellten Schuhe unterm Weihnachtsbaum. Er hat seine Geschenke übrigens nicht im Sack sondern in einer „hotte“ (einem Korb auf dem Rücken).

Quelle: Super Sonntag, Dessau

23 Kommentare zu „Internationale Weihnachtsbräuche

        1. Danke Mosi, lieb von Dir.

          Ich überlegte gerade, den Text für Dich auf spanisch zu übersetzen… 😉

          Frohe Weihnachten, Axel

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        2. Na anders würde ich das ja auch nicht hinbekommen. Ich habe es gar nicht so mit Fremdsprachen.
          Bin ja froh, mich auf deutsch ordentlich ausdrücken zu können. 😉

          Frohe Weihnachten, Axel

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        3. Hi Axel!!!

          Ohh…ich liebe Fremdsprachen und sauge sie echt auf.Hab ne Sprachbegabung,glaub ich.Nur mach ich irgendwie nix draus 🙄

          LG mosi

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        4. Morgen Axel!!!

          Ja,ich wollte damit einfach nur sagen,das es mein Traum-Ziel ist eben ALLES auf spanisch zu können.
          Naja,manche Lieder kann ich schon auf spanisch singen ;)Also MITsingen….

          Und man sagt ja,wenn man in einer fremden Sprache träumt und denken kann,dann kann man sie zu 100%.DAS will ich!!!

          LG mosi

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        5. Hi Axel!!!

          Ich auch…sie ist net schlecht.
          Aber meine absolute Spanien-Musik-GÖTTIN ist ja immernoch Gloria Estefan…:)

          LG mosi

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    1. Den Beitrag hatte ich eigentlich von Dir erwartet… 😉

      Spanien direkt kam leider nicht vor, aber Katalonien ist doch auch dort…

      Frohes Fest, Axel

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