Der alte Mann und das Meer

Es ist mit Sicherheit schon 25 Jahre her, dass ich Hemingways Novelle gelesen habe. Ein Stück ausgezeichnete Weltliteratur, die man einfach gelesen haben muss.

Schon damals, so glaube ich mich noch zu erinnern, begann ich Sätze, Abschnitte und schließlich ganze Seiten zu überspringen. Und ich glaubte nichts verpasst zu haben.

Heute, quasi als Großer, habe ich mich noch ein mal an dem „Alten Mann und das Meer“ versucht. Ich denke, in dieser Novelle geht es gar nicht so sehr darum, eine spannende Geschichte zu erzählen. Hemingway zeigt dem Leser, dass man jedes kleinste Detail zu weit zerlegen kann, bis auch dem Letzten klar geworden ist, aus welchen Molekülen ein Salzkristall besteht.
Man könnte aber auch böswilligerweise behaupten, die Geschichte sei langweilig. Allerdings behaupten die zahlreichen Preise das Gegenteil.

Vielleicht schreibt jemand die Novelle ja neu, sie würde sich auch gut als Kurzgeschichte auf einem A4 Blatt machen.

Trotzdem, lesenswert – auch in der Vollversion.

 

Alles Liebe, Axel – geschrieben am 13 Feb 2011

4 Kommentare zu „Der alte Mann und das Meer

  1. Also ich finde ja, Preise müssen nicht unbedingt ein Indikator dafür sein, dass einem das Buch dann auch gefällt. Bei mir sind das gerade die Bücher, die ich oft abbreche. Vielleicht bin ich auch einfach zu blöd dafür. Ich bin zugegebenermassen nicht so der Held im „Zwischen-den-Zeilen-lesen“. Wahrscheinlich liegt es daran.

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    1. Das ist wohl war, trotzdem finde ich es persönlich immer Schade, ein Buch nicht weiterzulesen, das man einmal angefangen hat. Dann lieber das sprunghafte lesen, nach dem Motto, vielleicht wird es ja doch wieder spannender und interessanter … 🙂
      Ein Buch von Eco habe ich aber tatsächlich nach ein paar Seiten wieder ins Regal gestellt …

      Alles Liebe, Axel

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      1. Früher habe ich mich aus Prinzip immer bis ans Ende gequält. Das mache ich nicht mehr.
        Wie du schreibst, überfliege ich erst mal, und manches bringe ich so auch noch zu Ende, aber wenn es mich wirklich gar nicht mehr „anmacht“, dann ist Schluss. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Soll ja Spaß machen.

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