Weihnachtsmarkt in St. Marien

Die Marienkirche wurde 1263 als katholische Kirche geweiht. Seit 1534 ist sie evangelische Kirche, seit 1998 Veranstaltungszentrum der Stadt.
Während des Weihnachtsmarktes findet für eine Woche in der Kirche ein wunderschöner Weihnachtsmarkt statt.

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Die erste romanische Marienkirche wurde 1263 geweiht. Am 25. Mai 1506 legte Fürst Ernst von Anhalt-Dessau den Grundstein für den Bau einer neuen gotischen Kirche, die den romanischen Bau ersetzte. Nach dem Tod des Fürsten betrieb seine Gattin Margarethe von Münsterberg die Fertigstellung und die festliche Weihe am 15. Oktober 1523 unter Kardinal Erzbischof Albrecht von Mainz und Magdeburg. Die Kirche wurde 1540/41 eingewölbt und der Westturm von 1551 bis 1554 angebaut. Als Schloss- und Stadtkirche beherbergte Sankt Marien die Grablege der askanischen Fürsten bis zum Neubau des Mausoleums im heutigen Tierpark Dessau.

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1506-1523
Erbaut durch Ulrich von Schmiedeberg anstelle eines bereits 1263 erwähnten Vorgängerbaus.

1540/41
Einwölbung unter Leitung des Baumeisters Ludwig Binder; Gewölbeausmalung von J. Bendedict Summerstein.

1550

Einsturz des vom Vorgängerbau herrührenden Westriegels.

1551-1554
Errichtung eines völlig neuen Westturmes sowie der westlichen Halbgiebel des Schiffes ebenfalls unter Leitung von Ludwig Binder.

1738
Anlage der Gruft unter dem Mittelschiff für die Familie des Fürsten Leopold I. von Anhalt-Dessau.

1780-1784
Renovierung des Inneren im gotisierenden Stil unter Leitung von Georg Christoph Hesekiel.

1794
Einbau einer Gruft in der Ostwand des Turmes.

1848-1852
Herrichtung des Turmuntergeschosses als Gruft für die herzogliche Familie.

1856
Erneute Renovierung des Innenraumes.

1945
Am 7. März 1945 durch alliierten Bombenangriff bis auf die Umfassungsmauern zerstört; Innenausstattung, Kanzel, Taufstein, Emporen einschließlich wertvoller Cranach-Gemälde vernichtet.

1954
Erste geringfügige Sicherungsmaßnahmen durch Notbedachung des Oktogons vom Turm; zunehmende starke Verfallserscheinungen durch Vernachlässigung in den nachfolgenden drei Jahrzehnten.

1990
Beginn des Wiederaufbaus von Turm und Kirchenschiff nach der Wende.

1992
Übernahme der Schlosskirche St. Marien in Erbbaupacht durch die Stadt Dessau von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Johannis und St. Marien.

1992/93
Instandsetzung der Außenmauern des Kirchenschiffes.

1993/94
Errichtung des Dachstuhls für das Schiff; Eindeckung des Daches.

1997/98
Sanierung des Kircheninnenraumes. Einbau Toiletten, Garderoben, Wiederherstellung des Turmgruftraumes als Haupteingangsbereich.

1998
5. Dezember. Wiedereröffnung und öffentliche Nutzung.

Quellenangaben: – Fotos und Einführungstext: Autor
– Kurzchronik: http://www.dessau.de
– Beschreibung: http://www.wikipedia.de

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